"Sie sind in besten Händen"

Fort und Weiterbildungsangebote:

Craniosakrale Hypnose:

Ein anwendungsbasiertes, interdisziplinäres Einführungsseminar für medizinisch-therapeutische Fachkräfte (Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten, Ärzte, Psychologen, Pflegekräfte, Heilpraktiker und sonstige heilberuflich tätige Personengruppen).

Termine:

26.06. bis 28.06.2020

30.10. bis 01.11.2020

Meditationszentrum Neumühle Tünsdorf

Beschreibung:

Das Seminar beinhaltet eine Einführung in die grundlegenden Techniken und Indikationen der Craniosakral-Therapie nach John E. Upledger sowie der Klinischen Hypnose nach Milton H. Erickson. Beide Konzepte werden unabhängig voneinander eingeübt und Schritt für Schritt ineinander integriert. Die Methode verbindet die wohltuend-heilsame Kraft der Craniosakral-Therapie mit der therapeutischen Effizienz der Klinischen Hypnose.

Kursinhalte:

Ø Theorien, Indikationen und grundlegende Techniken von Craniosakral-Therapie und Klinischer Hypnose,

Ø Das 10-Schritte-Programm der Craniosakral-Therapie in Anlehnung an Upledger,

Ø Trancesprache und Einleitung therapeutischer Trancezustände,

Ø Entwicklung und Anwendung symptomorientierter Suggestionen,

Ø Intensive Einübung der erlernten Techniken.

Seminarort:

Das Seminar findet in dem traumhaft schönen Ensemble des Meditations- und Begegnungszentrums der Neumühle in Tünsdorf/Saar statt, wo Sie sich unter www.neumühle-saar.de anmelden können. Email: kontakt@neumuehle-saar.de, Telefon 0049 6868-91030

Organisatorisches:

Die Kurszeiten sind am Freitag von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr, am Samstag von 09.30 Uhr bis 22:00 Uhr und am Sonntag von 09:30 Uhr bis 16:00 Uhr.

Frühstück gibt’s um 08:30 Uhr, Mittagessen um 12:30 Uhr und das Abendessen nehmen wir um 18:30 Uhr ein.

Die Buchung einer Unterkunft mit Vollpension wird empfohlen, ist aber nicht Bedingung. Die Verpflegung ist vegetarisch, auf Wunsch auch vegan. Vorsicht: Bei den leckeren Mahlzeiten, welche die Köchin für uns zubereitet, könnten auch eingefleischte Carnivoren zur vegetarischen Fraktion überlaufen.

Mitzubringen sind leichte, nicht einengende Bekleidung sowie ein bis zwei Bettlaken. Ansonsten ist auf der Neumühle alles vorhanden, was für ein solches Seminar benötigt wird, wie Behandlungsliegen, Yoga-Matten und -Kissen.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält ein umfassendes Skript mit den Kurs-Inhalten sowie Anregungen und Ideen für den weiteren Einsatz im Praxis-Alltag.

Zur Entwicklung des Konzepts:

Im Verlaufe meiner langjährigen klinischen Tätigkeit habe ich bei meinen Patientinnen und Patienten tausende von Behandlungen mit Craniosakral-Therapie durchgeführt. Und obwohl ich hinsichtlich der theoretischen Grundlagen Upledgers (Mitbegründer der CST) bisweilen etwas skeptisch war und dies bis heute geblieben bin, habe ich doch erfahren, dass die Methode wirkt; auf welche Weise auch immer. So habe ich sehr häufig festgestellt, dass die Patienten bereits nach einer oder zwei Sitzungen einen tiefen Entspannungszustand erreichten, der für mich verblüffend war. So berichteten Patienten häufig, sie hätten „das Gefühl gehabt zu schweben“ oder sie seien sich vorgekommen „wie im Himmel“. Oft wurde mir gesagt, „Sie haben heilende Hände“, was ich schmunzelnd zur Kenntnis nahm und mich für das Kompliment bedankte. Nach meiner Überzeugung hätten aber sehr, sehr viele Menschen heilende Hände, wenn sie sie nur geschickt einzusetzen wüssten. Wie dem auch sei; objektiv realisierte ich zwei Phänomene: Häufig bemerkte ich, dass Patientinnen während der Behandlung unversehens mit einer Hand leicht auf die Liege klopften, so als ob sie sich vergewissern wollten, dass sie „noch da“ oder „noch wach“ seien. Und regelmäßig beobachtete ich bei geschlossenen Augen der Patienten die typischen Bewegungen, wie sie für den REM-Schlaf charakteristisch sind. Es ist berechtigt, einen solchen Zustand als leichte bis mitteltiefe, wenn nicht sogar als tiefe Trance zu bezeichnen. Es wäre naheliegend gewesen, diese Trance im Sinne einer Hypnosebehandlung nutzbar zu machen. Und obwohl ich meine Ausbildung in Erickson’scher Hypnotherapie bereits vorher abgeschlossen hatte, sollte es noch lange Zeit dauern, bis ich auf die Idee kam, die beiden Konzepte miteinander zu kombinieren, um auf diese Weise die Effizienz meiner therapeutischen Arbeit zu steigern. Dabei nutzte ich schlicht und einfach die gesicherte Erkenntnis, dass Menschen im Trancezustand therapeutischen Interventionen bzw. Suggestionen gegenüber empfänglicher sind, als im Wachzustand, ohne diese Vorgehensweise explizit als „Hypnose“ zu bezeichnen.

Der Charme dieser Methode liegt darin, dass in eleganter Weise zwei unterschiedliche Konzepte miteinander verbunden werden, die sich ergänzen und in ihrer Wirkweise positiv verstärken können. Wie beschrieben, kann davon ausgegangen werden, dass die Durchführung einer craniosakralen Behandlung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu deutlichem Wohlbefinden und einem tiefgehenden Entspannungszustand führen wird; zumindest bei Personen, die körperliche Nähe und sanfte Berührungen zulassen können. Damit ist schon viel gewonnen. Wenn wir diese Befindlichkeit (hypno)therapeutisch nutzbar machen wollen, dann bleibt uns die zusätzliche Einleitung einer hypnotischen Trance (das „Versetzen in Hypnose“), wie wir sie in diversen Formen kennenlernen werden, erspart. Wir können dann auf die Symptomatik der Patientin abgestimmte direkte oder indirekte Suggestionen einstreuen und dieses Vorgehen bspw. als therapeutische Phantasiereise bezeichnen. Wir können das Verfahren aber auch als „Hypnose“ bezeichnen, dann wird es in vielen Fällen noch wirkmächtiger. Alleine das Wort „Hypnose“ wirkt bei vielen Menschen als hochpotentes Arzneimittel, um es einmal in der Sprache der Homöopathie auszudrücken. Dass dies nur auf ausdrücklichen Wunsch bzw. mit dem Einverständnis der Patienten geschehen darf, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Ich arbeite mit Hypnose, wenn Patienten dies tatsächlich wünschen und schlage gegebenenfalls vor, die Behandlung mit CranioSacral-Therapie zu kombinieren.

So können diesem Seminar drei wesentliche Zielsetzungen zugeordnet werden:

1.    Die Selbsterfahrung mit den beiden Methoden als unabdingbare Voraussetzung, um diese später bei anderen Menschen anwenden zu können.

2.   Das Erlernen zweier hochwirksamer und effizienter Therapieverfahren, die nach Abschluss des Seminars in die alltägliche Praxis integriert werden können.

3.   Die therapeutische Nutzbarmachung der erlernten Techniken, je nach Fachgebiet und Ausbildungsstand der Therapeutin, eingebettet – und das ist entscheidend – in ein therapeutisches Gesamtkonzept.

Last not least kann das Kennenlernen der beiden Methoden auch zu dem Entschluss führen, eine intensivere Ausbildung bei entsprechenden Instituten in Angriff zu nehmen.

Indikationen:

Das Anwendungsspektrum für eine solche Behandlung ist weit gefächert. Es orientiert sich in erster Linie an den Tätigkeitsfeldern und der therapeutischen Erfahrung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Im Grunde genommen sind mit der Methode mannigfache Störungsbilder beeinflussbar; sowohl kurativ, als auch palliativ. Hauptanwendungsfelder sind psychische und psychosomatische Erkrankungen, chronische Schmerzzustände und neurologische Störungsbilder sowie Sprach-, Sprech-, Stimm-, und Redeflussstörungen. Auch manifeste organische Erkrankungen können, unterstützend zur medizinischen Behandlung, positiv beeinflusst werden, wenn es gelingt, die Autoimmunabwehr zu stärken, die jedem Lebewesen innewohnenden Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den Lebensstil der Patientinnen und Patienten (Ernährung, Bewegung, Konflikt- und Stressbewältigung … ) in Richtung einer gesünderen Lebensweise zu verändern. Das Seminar könnte auch von Interesse sein für Kolleginnen und Kollegen, die in der Palliativ- und Hospizversorgung tätig sind und die noch die Zeit und den Wunsch haben, sich auf körperliche Nähe mit den ihnen Anvertrauten einzulassen. Getreu dem Motto: „Wenn nichts mehr zu machen ist, ist noch sehr viel zu tun“.

Spezifische Indikationen und Kontraindikationen werden Gegenstand des Seminars sein.